Lisa Sonnenschein
Es ist gar nicht so lange her, dass ich den ersten Teil dieses Buches für mich entdeckt habe. (Wer die Rezension noch einmal lesen möchte, folge bitte diesem Link.) Die beiden Bücher sind aber völlig unabhängig voneinander lesbar und ich vermute mal, dass daraus eine Buchreihe für junge Leserinnen entstehen wird - mit einzelnen, abgeschlossenen Abenteuern.
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Pip kann es gar nicht fassen. Zum ersten Mal darf sie mit zum Dreifachen Dreizack - DEM Turnier für magische Wesen. Dabei trifft sie auch ihren alten Freund Regent Maximus wieder - ein Einhorn, das einfach vor allem Angst zu haben scheint. Das schließt natürlich auch die Teilnahme an einem Turnier nicht aus und so hat Pip mal wieder alle Hände voll zu tun, die Vermittlerin zwischen den magischen Tieren und ihren Besitzern zu spielen...

Das Buch spricht zwar eher LeserInnen ab neun Jahren an, ich konnte trotzdem nicht die Finger davon lassen ;). Schon der erste Teil (den ich eigentlich nur dank meiner Einhornbegeisterung gelesen habe) hat mir ein Dauergrinsen ins Gesicht gezaubert und ich kann auch älteren LeseliebhaberInnen empfehlen, hier mal reinzuschauen.

Der Schreibstil ist recht schlicht gehalten, er passt sich der neunjährigen Protagonistin an - die allerdings nicht auf den Mund gefallen ist! Pip ist ein toughes Mädchen und gefällt mir besonders in Kontrast zu ihrem besten Freund Thomas, der gegen alles und jeden eine Allergie zu haben scheint und es lieber ruhig angehen lässt. Beide bilden ein dynamisches Ermittlerduo, das merkwürdigen Vorkommnissen auf dem Turnier nachgeht.

Mit der Handlung konnten die beiden Autoren mich nicht ganz so überzeugen wie beim ersten Buch - wir befinden uns ausschließlich auf dem Turniergelände und auch die Vielfalt der magischen Tiere, die ein großer (kreativer) Pluspunkt des ersten Buches waren, steht eher im Hintergrund. Alles scheint sich um die Einhörner zu drehen und das fand ich persönlich sehr schade. Damit springt das Autorengespann auf einen Zug auf, der für mich so gut wie abgefahren ist... (Sagte die Bloggerin mit dem Einhornheader...) 
Insgesamt hat mich die Handlung hier jedoch eher an den Abklatsch einer Folge "Bibi und Tina" erinnert, als etwas Eigenes zu bilden - sehr schade, denn ich weiß, dass das besser geht!

Erhalten bleibt uns immerhin Gottfried Higgelsteins Handbuch der magischen Tiere - die Zeichnungen und Details sind jedoch wie gesagt nicht so vielzählig wie noch im ersten Teil. Trotzdem sorgen sie immer wieder für Abwechslung und mit den witzig-ironischen Kommentaren auch für so manches breite Grinsen.

Mein Fazit: Immer noch ein zuckersüßes Buch, das man gar nicht lesen kann, ohne gute Laune zu bekommen. Wer auf der Suche nach leichter Literatur ist, um Stress und böse Gedanken abzuschalten, ist hier genau richtig. Pips Welt bleibt eine Reise wert! :)
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Maggie Stiefvater und Jackson Pierce: Pip Bartlett und die Magischen Tiere - Einhornzähmen leicht gemacht. Erschienen am 18. September 2017 im Heyne Verlag. Kostenpunkt: 12,99€ als Hardcover.