Lisa Sonnenschein
Nachdem ich euch bei Facebook schon ganz schottisch angefixt hatte, habe ich es doch tatsächlich auch geschafft, mal das Rezensionsvideo zu Pia Guttensons Buch aufzunehmen. Ich bin der Autorin (damals!) auf der Leipziger Buchmesse begegnet und durfte ihr Buch entführen, das mich nach Schottland entführen durfte. Und von da aus ging es dann noch an ganz andere Orte...

Meine Videorezension beginnt bei Minute 3:20.


Isandora macht eine verdammt schwere Zeit durch - ihr Sohn ist verschwunden und ihr Leben inhaltslos geworden. Kurzerhand mietet sie sich in einer Pension in Schottland ein. Um zu sterben. Durch eine schicksalhafte Begegnung und ein geheimnisvolles steinernes Tor kommt jedoch alles anders als gedacht und Isa findet sich in einer Welt voller mystischer Wesen wieder. Elfen, Zwerge und schlurfende Moorguhls bevölkern eine Welt, die nicht ihre ist - oder doch?

Die Welt, die Pia Guttenson hier schafft, ist großartig! Eine epische Fantasywelt, wie ich sie liebe. Trotzdem bleibt der Bezug zur Gegenwart - nicht nur dadurch, dass Isa eben aus unserer Zeit stammt und kein mittelalterliches Weltbild mitbringt, sondern auch durch den guten Ian, den sie durch das Tor mitnimmt. Das Buch schafft dadurch einen leicht abgedrehten Spagat. Es ist einerseits eine Liebesklärung an Schottland, ein romantischer Liebesroman, wie er im Buche steht (höhö). Auf der anderen Seite wird der Leser aber auch in die besagte Highfantasywelt geworfen, die dann wieder ganz andere Storystränge verfolgt, als man sich das zuvor gedacht hat.

Das hat zur Folge, dass Tolkien-Liebhaber hier durch die romantischen Aspekte nicht auf ihre Kosten kommen und sich vermutlich über das ganze "schottische Klimbim" aufregen und die Schottlandverliebten, die sich auf eine Liebesgeschichte gefreut hatten, genervt von Zwergen und Elfen sind.
Für Genrespringer allerdings (und hier komme ich ins Spiel!) entwickelt das Buch genau dadurch seinen besonderen Reiz. Ich LIEBE die sprachlichen Ausflüge, die die Autorin hier ins schottische Gälisch macht und mein Hirn hatte beim gedanklichen Aussprechen der Ausdrücke für "mein Freund", "meine Liebste" oder "verdammt noch mal" seine helle Freude (für alle weniger sprachenthusiastischen Menschen gibt es aber auch ein Wörterbuch am Ende). Allein das und die Recherchearbeit für die historischen Hintergründe dieses Buches müssen ein unglaublicher Aufwand gewesen sein - interessierten Menschen kann ich da noch mal die Homepage der Autorin ans Herz legen.

Was mich dann aber doch geschafft hat? Die endlosen Turteleien zwischen zwei der Charaktere im Buch. Da war mir wirklich zu viel Schmalz und Klischee im Spiel und so manches Mal habe ich die Augen verdreht, weil die beiden sich mal wieder ein ruhiges Plätzchen gesucht haben... Vielleicht bin ich da einfach langweilig^^

Mein Fazit: Ein spannender Genremix! Für Fans der schottischen Kultur und Sprache und allen, die es werden wollen, kann ich hier eine klare Empfehlung aussprechen. Auch ich als unromantischer Stein mit Fantasyvorliebe habe das Buch sehr gerne gelesen ;).
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Pia Guttenson: Das steinerne Tor - Die Rückkehr. Erschienen am 11. September 2014 bei Create Space. Kostenpunkt: 14,90€ als Taschenbuch.
Lisa Sonnenschein
Dieses Buch wird wohl schon als Lektüre in der Schule eingesetzt - und verstehen kann ich's, die Geschichte ist lehrreich, ohne aufgesetzt zu wirken. Vielen Dank lieber Carlsen Verlag für das Rezensionsexemplar von diesem Buch.
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David und seine Clique sind genervt. Genervt von der Schule, genervt von ihren Eltern und genervt von ihrem Viertel, das ihnen von Tag zu Tag runtergekommener erscheint. Als ihnen beim Schule-Schwänzen ein kleines dunkelhäutiges Mädchen über den Weg läuft, das offensichtlich Läuse hat, ist klar: Dieses "Dreckstück" müssen sie entlausen!

Was mich an dem Buch so beeindruckt (und mitgenommen) hat, ist seine Einfachheit. Die Charakterkonstellation ist eine, die man auch aus der eigenen Schulzeit kennen könnte - ein strebsames Mädchen, die Extrovertierte, der Junge mit der neutralen Haltung allem gegenüber, was ihn nicht betrifft. Die Jugendlichen in diesem Buch haben durch ihre klischeehafte Zeichnung wenig Tiefgang (wie auch in einem 96-Seiten-Buch). Das ist aber auch nicht das, worauf es ankommt.

Vielmehr interessant für den Leser sind die gruppendynamischen Prozesse, die im Hintergrund der Handlung stehen. Keiner der Jugendlichen kann zu irgendeinem Zeitpunkt begründen, warum sie handeln wie sie handeln. Es gibt keine große Eskalation und niemand hat hier eine deutliche rechtsextreme Haltung. Im Gegenteil: Alle Charaktere kommen aus gutem Haus und hatten eine angenehme Kindheit. 
"Dreckstück" verdeutlicht gruselig authentisch, "wie schnell's gehen kann". Wie gleichgültig eine Gruppe von Menschen handeln kann, die sich gegenseitig in ihrer Gleichgültigkeit noch bestätigt. Als Leser möchte man gleichzeitig schreien ob der furchtbaren Ungerechtigkeit, die da passiert und kann gleichzeitig nicht so richtig mit dem Finger auf das deuten, was falsch läuft. Ein Effekt, der mich erst mal für zwei Tage grübelnd lahmgelegt hat.

Schade war, dass der Protagonist David (der neutrale Junge) einen Hang zur Selbstanalyse hat und ständig versucht, seine und die Handlungen der anderen in Beziehung zu einem Erlebnis aus der Vergangenheit zu setzen. Das war mir ein wenig zu viel und nicht ganz authentisch, weil es nicht so richtig zu ihm gepasst hat, aber vermutlich durch die Erzählform unausweichlich. Auch Floskeln wie "Die Zeitungen würden später xyz titeln" hatten für mich einen eher reißerischen Charakter und ich wäre gut ohne sie ausgekommen - ein bisschen haben sie die Authentizität des Buches verletzt.

Mein Fazit: Ein sehr beeindruckendes Buch, das durch einen einfachen Sprachstil besticht. Wer einen reißerischen Teenager-Roman sucht, ist hier an der falschen Adresse, wer es atmosphärisch mag und sich gerne auf Gruppenprozesse einlassen mag (à la "Die Welle"), der sollte hier mal reinlesen.
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Clémentine Beauvais: Dreckstück. Erschienen am 30. Juni im Carlsen Verlag. Kostenpunkt: 5,99€ als Taschenbuch.
Lisa Sonnenschein
Mädels! Das ist ein Buch für euch - wenn ihr euch mies fühlt, wenn ihr glaubt, grade stürzt alles Unrecht dieser Welt auf euch ein... Lest dieses Buch! Es ist so ein richtiges Beste-Freundinnen-Mama-Tochter-Ding.

Aber wir fangen mal vorne an. Meine Videorezension zu dem Buch beginnt bei Minute 4:53.


Im Klappentext bezeichnet sich das wunderhübsch illustrierte Buch ausdrücklich als "Nicht-Ratgeber". Die Frage ist aber - was ist es denn dann? Was man hier bekommt, sind kleine Liebe-dich-selbst-Lektionen für jeden Tag, oder auch mal über eine Woche oder mehr hinweg. Ausgelegt ist das Buch für Frauen mit Trennungsschmerz, aber auch ohne Liebeskummer kann Frau (so wie ich) hier eine ganze Menge über sich selbst lernen!

Das Buch ist dabei nicht idealistisch ausgelegt - es gibt auch Rückschläge, Tage, an denen man einfach nur leiden will. Die Lösung ist mal ein "Reiß dich zusammen, mach dies oder jenes" und mal ein "Trink ein Gläschen Wein und bemitleide dich selber". Durch außergewöhnliche, aber nie völlig verrückte Handlungsaufforderungen kommt man in die Verlegenheit, Dinge zu tun, die einem im eigenen Alltag sonst nie in den Sinn gekommen wären (Nimm Fotos von dir selbst auf, melde dich auf dem Internetportal xyz an, geh schöne Unterwäsche kaufen - nur für dich selbst!). Das Ziel ist nicht, einen tollen Partner zu finden oder nie wieder dem Ex oder der tollen Figur von damals hinterherzutrauern, sondern sich selbst einfach mal wieder toll zu finden, mal wieder Schwung reinzubringen und durch einen kleinen Schubs ganz viel positive Selbstwahrnehmung zu tanken. Und das klappt!

Mal im ernst - natürlich passt nicht jede "Lektion" in jeden meiner Tage - klar kommt auch mal eine Rückschlags-seite, wenn ich mich grade richtig gut finde, aber hey! Überblättern, nächste Seite - oder den Tag davor einfach noch mal durchziehen :) Hier wird nicht einem Kalender gefolgt, sondern ein bisschen der imaginären besten Freundin. Die hat übrigens eine ziemlich spitze Zunge - der Sprachwitz in dem Buch ist grandios (Lieblingswort: Hupsikalupsi - hat sich in meinem Alltag auch schon eingeschlichen) und wer nicht diese eine paradiesvogelige Freundin hat, die immer diese dezent anstrengenden Veranstaltungstipps außerhalb der eigenen Komfortzone gibt, findet sie hier!

So - jetzt habe ich irgendwie eine kleine Werbeanzeige statt einer Rezension für das Buch geschrieben, das hat es aber auch wirklich verdient^^. Ich kann diese kleine Alltagsflucht jeder empfehlen und meine Mutter hat mir am Telefon direkt drei ihrer Freundinnen genannt, die das gute Stück jetzt wohl demnächst im Briefkasten haben werden :D!

Macht's euch schön, ihr seid es wert!
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Alessandra Muni: Liebeskummer ciao! Phönix-Style. Erschienen am 10. März 2017 im Phönix-Style Verlag. Kostenpunkt: 28,50€ als Hardcover.
Lisa Sonnenschein
Nadine Albert hat vor einiger Zeit von mir Bücherpost bekommen - und den Inhalt glatt verschlungen! :)
Heute hat sie dann die Rezension dazu verfasst und sich einverstanden erklärt, dass ich sie hier mit euch teile - viel Spaß beim Lesen!
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Cover:
Das Cover entführt einen schon in eine andere Welt, lässt einen träumen und fliegen. Kurz es ist düster, geheimnisvoll und magisch.

Story:
Felicity Morgan führt ein ganz normales Leben. Sie ist 18, geht normal zur Schule und hilft abends ihrer Mutter im Pub. Bis Leander auftaucht und ihr Leben aus den Fugen gerät.

Fazit:
Mein erster Gedanke, als ich das Buch aufschlug war: "Oh nein, nicht schon wieder eine Buchreihe." Es ist nicht so, dass ich Buchreihen nicht mag, aber mein Geldbeutel mag irgendwie lieber in einem Buch abgeschlossene Geschichten. Natürlich musste ich es trotzdem lesen. 
Und ich hab selten eine so sympathische Protagonistin kennengelernt. Felicity ist 18, trägt eine Zahnspange und hat Übergewicht. Ich fühlte mich ihr sofort verbunden. Ich habe mit ihr gelacht und geweint. Bin mit ihr gerannt und habe mit ihr gefühlt. Die Autorin hat es gut geschafft, einen völlig in ihre Welt zu ziehen und ich kann es kaum erwarten, die nächsten Bände zu lesen.
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Sandra Regnier: Das geheime Vermächtnis des Pan. Erschienen am 20. Dezember 2013 im Carlsen-Verlag. Kostenpunkt: 8,99€ als Taschenbuch.
Lisa Sonnenschein
Ohne genau zu wissen, was uns dort erwartet, werden wir mit der Fähre auf eine Insel verfrachtet. Alles was wir wissen: Wir sollen dort wohl ein Erziehungscamp aufsuchen, aber ob wir je dort ankommen, steht angesichts des starken Sturms noch in den Sternen...
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Mission X ist eine App (für iOS und Android erhältlich, einfach im Appstore suchen), die eine Geschichte erzählt, aber auch Entscheidungen vom Spieler fordert. Je nachdem, für welchen Weg oder welche Interaktionen man sich entscheidet, erreicht man das eine oder das andere oder wieder ein anderes Ende.
Es gibt mittlerweile drei Geschichten der Mission X Reihe und ihrem Gameplay ("Hidden Island", "Last Society" und "Dark Ride"), dieser kleine Einblick hier soll sich mit der Erstgenannten beschäftigen.

Zunächst: Der Download der App ist erstmal völlig kostenlos und man kann sich so problemlos einen Einblick verschaffen. Nach einigen Entscheidungen wird man dann allerdings gebeten, um das komplette Spiel spielen zu können, 99cent zu entrichten. Ansonsten muss aber auch nichts gezahlt werden, es gibt keine Spezialdiamanten, keine Sondergegenstände oder Sonstiges, für das man dann noch mal in die Tasche greifen müsste.

Bestechend an dem Spiel ist seine Atmosphäre. Ihr solltet (wenn ihr es euch denn runterladet) unbedingt ungestört und mit Ton spielen - die Geräusche sind perfekt auf den Text ausgerichtet und es hat schon wirklich was Beklemmendes, einen finsteren Hintergrund gepaart mit dem pfeifenden Wind zu erleben...
Die Entscheidungen sind nicht immer leicht zu fällen (wie im Beispiel rechts: Hafen erkunden oder lieber warten?), man wird jedoch häufig auch in die richtige Richtung geschubst. Wer dann nach dem dritten "Der Boden bebt immer stärker" immer noch lieber auf der Straße stehen bleibt und sich nicht bewegt, muss eben damit rechnen, dass die Geschichte nicht unbedingt zu seinen Gunsten ausgeht ;). Grundsätzlich sind also alle Entscheidungen plausibel, man hat eher weniger die Chance, den verrückten Wahnsinnigen zu spielen, der nur rückwärts spricht und sich jeder Gefahr mit Anlauf in die Arme wirft - es sind eher die "Bauchgefühl"-Entscheidungen, die hier getroffen werden.
Das Spiel ist unheimlich textlastig, man hat also nicht das Gefühl, einen interaktiven Film zu spielen, sondern eher ein interaktives Buch. Die Hintergründe sind still, sodass man auch vom Lesen nicht abgelenkt wird. Der Text selbst wird in kleinen Häppchen direkt hintereinander eingeblendet und pausiert nur, wenn eine Entscheidung getroffen werden muss. Langsame Leser können aber in den Einstellungen auch die Textgeschwindigkeit ein bisschen drosseln (sonst scrollt man nämlich bei jeder Entscheidung fröhlich wieder nach oben, um überhaupt alles mitzubekommen).

Was auch noch ein lustiges Feature ist: Wenn man bestimmte Ereignisse erreicht oder Gegenstände findet, gibt es witzige Grafiken, die man mit Freunden teilen, oder auch per Whatsapp verschicken kann. Die Sprüche sind manchmal wirklich zum Schmunzeln, sodass mein Freundeskreis so manches Mal eins der Bilder völlig ohne Zusammenhang zugeschickt bekam ;). Die Reaktionen waren teilweise ziemlich witzig.


Das Spiel ist darauf ausgelegt, mehrfach gespielt zu werden, um auch alle Enden und Gegenstände zu erspielen - ich persönlich habe aber dafür nicht so richtig den Ehrgeiz, sodass irgendwann mein Freund (der da richtig begeistert von war) das Handy übernommen hat. Wenn man es nur einmal durchspielt, hat man auch "nur" etwa 15-20min Spielspaß würde ich schätzen, damit rechtfertigt sich wohl auch der niedrige Preis. Für die begeisterten "Ich will alle Enden"-Spieler gibt es dann noch eine kleine Landkarte, auf der Man den Punkt in der Geschichte auswählen kann, von dem aus man wieder starten will - man sieht so auch, von wo aus noch Storypfade fehlen. Es ist also nicht so, als müsste man alles noch mal von vorne machen, um dann nicht zu wissen, ob man sich an Stelle X für Ende Y richtig entschieden hat, da hat jemand super mitgedacht :)!
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Mein Fazit: Ein super unterhaltsames und spannendes Spiel, vielleicht auch eine super Idee, um mal einen Lesemuffel an eine fortlaufende Geschichte zu bringen? :) Die Enden waren sehr überraschend, die Atmosphäre düster und packend - im Prinzip bekommt man hier einen kurzen Jugend-Psycho-Thriller (Was für ein Genre...!) zum Mitmachen. Für mich persönlich hätte die Geschichte noch etwas länger sein können, weil mir für mehrmaliges Durchspielen einfach die Motivation fehlt.
Lisa Sonnenschein
Es folgt die Rezension zum zweiten Teil der X-Reihe von A.L.Kahnau, die auch für die Leser spoilerfrei ist, die den ersten Teil noch nicht gelesen haben. Wenn ihr trotzdem lieber von vorne anfangen wollt, geht es zu meiner ersten Videorezension hier entlang.

Was lange währt, wird endlich gut - dieses Buch habe ich gemeinsam mit meiner Mama gelesen (die völliger Fan von The Walking Dead und Zombiefilmen der ersten Stunde ist) und wollte es darum auch gemeinsam mit ihr rezensieren.

Wie viel Chaos dabei rumgekommen ist, könnt ihr in der Videorezension ab Minute 12:29 sehen.


Wir befinden uns immer noch in Kreuztal inmitten der ausgebrochenen Zombieapokalypse und wir sind immer noch mit denselben Personen unterwegs, mit denen wir aufgebrochen sind (einige "personelle Schwankungen" inklusive, versteht sich^^). Es wird jedoch klar, dass Mila und Co. ihre Bastion in der Schule nicht ewig halten können, denn in diesem Buch wird langsam klar, dass die Zombies nicht das einzige Problem der Schüler ist - der Hunger stellt sich ein.

Das wirklich Bestechende an dieser Buchreihe ist der Sprachstil der Autorin - obwohl Mila noch sehr jung ist und nicht immer auf die klügste Weise handelt, musste ich nicht ständig die Augen verdrehen über die Tollpatschigkeit der Protagonistin, da wurde vielmehr ein gutes Mittelmaß getroffen. Wer horrormäßige, knallharte Spannung sucht, ist hier falsch - genau so aber auch jemand, der die klischeehaften Teenie-Handlungsverläufe möchte. Ich glaube, dass die Autorin mit diesem Spagat ziemlich genau den Zahn der Zeit trifft.

Auch spannend ist der Umstand, dass wir nicht mehr nur die Komponenten "Überleben", "Flüchten" und "Wo steckt meine Familie" in der Geschichte haben, sondern auch ganz pragmatische Probleme neu entdecken - so zum Beispiel den Hunger oder auch den Umgang mit Verlust...
Der mysteriöse Dante bringt hier auch noch eine Dynamik rein, die ich noch nicht ganz verstanden habe - ist er gut? Ist er böse? Und wie zum Henker hängt da die Regierung mit drin?
Also irgendwas ist da verflixt faul und es macht nicht nur Spaß, mit Mila und ihren Freunden mitzufiebern, wie sie immer neue Situationen meistern müssen, sondern auch das Große Ganze setzt sich im Hintergrund zusammen und ich persönlich konnte meinen miträtselnden Kopf gar nicht mehr ausschalten (Überraschung: Auf die Lösung des Ganzen bin ich trotzdem nicht gekommen -.-).

Mein Fazit: Diese Reihe macht hochgradig süchtig! Das Buch habe ich schon nach ein paar Stunden weggelesen und es schreit laut nach mehr. Es vereint moderne Jugendliteratur mit ganz klassischen Zombieroman-Motiven der Achtziger, einfach nur gut. Wo ist der nächste Part??
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A.L. Kahnau: X - Es breitet sich aus. Erschienen am 30. Mai 2016 bei Books on Demand. Kostenpunkt: 8,99€ als Taschenbuch.

Lisa Sonnenschein
Dieses Buch habe ich als Rezensionsexemplar vom Autor erhalten, Anfang des Jahres schon mal reingelesen und dann festgestellt, dass ich irgendwie gar nicht wusste, was ich erwarten sollte. Zugunsten einer anderen Leselust musste das gute Stück dann erstmal ruhen.

Warum es mich dann trotzdem noch mitnehmen konnte, seht ihr im Video gleich als erstes oder natürlich wie immer im Text ;).


Leon ist schon sein Leben lang das, was man wohl positiv einen "Lebenskünstler" nennen würde (negativ wäre das dann der "verplante Chaot"). Dieses Lebenskünstlertum betrifft auch die Beziehung zu seiner Freundin Carina - doch als sie ihm ein Ultimatum stellt, sieht sich Leon mit seinem besten Freund Otis auf einmal der Art Herausforderung gegenüber, die nicht mal er sich hätte träumen lassen. Gewaltbereite Polizisten, gleich mehrere Leichen und eine Verfolgungsjagd, die sich gewaschen hat.

Warum mich das Buch zu Beginn so verwirrt hat? Naja, es hat irgendwie von allem ein bisschen - es ist witzig, dramatisch und auf den ersten Seiten definitiv KEIN Krimi, wie meine Kurzbeschreibung das jetzt erahnen lassen könnte. Ich wusste nicht so richtig, wo der Autor mit mir hin wollte, das hat mich irritiert. Wenn allerdings die Richtung später klar ist, bekommt man bei diesem Buch einen unheimlich schrulligen Humor (meine Ma würde sagen "typisch 80er") - ein bisschen vulgär, ein bisschen absurd, aber ursympathisch und einfach zum Wegwerfen komisch.
Der Handlungsverlauf war für mich auch überhaupt nicht vorhersehbar und hat mich immer wieder mit lustigen Twists überrascht (lustige Notiz am Rande: Fast immer war so, dass ich mich gerade über die absurde Story aufregen wollte, als die gerade gelesene Seite mich aufklären könnte - der Effekt war wirklich gruselig zuverlässig!). Er war unheimlich rasant und actionreich, Otis und Leon sind wirklich ein Gespann, mit dem ich im richtigen Leben wirklich lieber nicht befreundet sein möchte, sie kommen auf die verrücktesten Ideen ;)! Mit Carina konnte ich mich da schon besser direkt identifizieren, aber damit spielt der Autor auch ein bisschen.

Mein Fazit: Ein unheimlich schrulliger, urkomischer Roman, der einen mitreißen kann, wenn man sich denn darauf einlässt. Ich gebe zu: den Humor muss man mögen - ich persönlich stehe da allerdings total drauf, weil es endlich mal was anderes und nicht der immer gleiche "Ich bin total unbedarft und stolpere in einen ernsten Fall, in dem ich der Polizei die ganze Arbeit abnehme"-Ermittlerfall ist. Großartige Abwechslung und wer sich jetzt gar nicht sicher ist, ob er das Buch mögen würde, dem sei die Leseprobe auf Amazon ans Herz gelegt :).
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Florian C. Booktian: Auseinandergelebt. Erschienen am 17. Dezember 2016 via CreateSpace. Kostenpunkt: 9,99€ als Taschenbuch.
Lisa Sonnenschein
"Hä? Was ist das denn für ein Autor?", werdet ihr fragen. Tjahaa, dabei handelt es sich um den Herausgeber einer wunderbaren Anthologie. Also nicht ein Autor, sondern viele und nicht eine Geschichte, sondern viele!

Das ist seit sehr langer Zeit meine erste Kurzgeschichtensammlung (bzw. Anthologie per definitionem) und ich war wirklich begeistert, was die Druck- und Marketingspezialisten da auf die Beine gestellt haben. Aber von vorne! 
Meine Videorezension zu dem Buch beginnt bei Minute 8:45.



Das Oberthema dieser Anthologie sind (wer hätt's gedacht) Heldengeschichten. Dabei ist die Auslegung des Begriffes ganz subjektiv - und das macht das Thema auch so spannend.
Die eine fasst den Helden im klassischen Sinne: der Ritter mit Schwert und Schild stürmt die Burg und rettet die Maid in Nöten - oder so.
Aber es gibt auch ganz unscheinbare Helden der Art "trägt der Omi von nebenan immer die Tüten in den fünften Stock" oder (mein persönlicher Favorit) den völligen Perspektivwechsel. Auf einmal wird das todesmutige Silberfischchen im Badezimmer, das sich gegen die fiese Spinne erhebt, zum Helden.

Dabei werden wir in ein wüstes Gefühlschaos gestürzt. Einmal sind bei mir sogar Tränen geflossen, weil ich so gerührt war und auf den nächsten drei Seiten musste ich unkontrolliert mit dümmlichem Grinsen weiterlesen. Es ist wirklich spannend, was die Autoren mit dem Thema angestellt haben.
Natürlich habe ich nicht jede Geschichte so begeistert gelesen - teilweise waren z.B. auch welche dabei, die gar nicht in das Genre "Kurzgeschichte" fielen (ihr wisst schon, offener Anfang, offenes Ende, skizzenhafte Darstellung der handelnden Figuren...), oder mir einfach zuuu dramatisch waren. Aber hey, die nächste Geschichte hat mich dann eben wieder mehr angesprochen ;).

Und da kommen wir auch zum nächsten Punkt: die Autoren. Es gibt am Ende jeder Geschichte (die so ungefähr zwei bis zwanzig Seiten lang sind) ein kurzes Autorenportrait - manchmal auch mit Homepage, sollte der Schreiberling schon länger als solcher unterwegs sein. Bedeutete für mich: ein Tag mit Google! Und es ist wirklich klasse, wen man so alles entdecken kann. Wenn der Schreibstil gefällt, einfach im Buch gleich weiterlesen - und so ist diese Anthologie mit Sicherheit auch gedacht.
Das Design ist ja nun wirklich ein Augenschmaus! Jede Seite mit wunderhübscher "alt"-Optik, das heroische Logo neben den Seitenzahlen, passende Bilder zu Beginn einer jeden Geschichte. Hach!

Das Beste habe ich jetzt für den Schluss aufgespart! Das Buch ist nicht das einzige seiner Art, jedes Jahr erscheint mindestens eins der wunderhübschen Bücher (natürlich mit anderem Thema und anderen Autoren) und wird völlig kostenlos auf der Leipziger Buchmesse verteilt.
"Verdammt, ich hab' keins ergattert" zählt auch nicht - denn hier könnt ihr die "Heroisch"-Anthologie kostenlos als pdf runterladen und lesen :). Und wenn ihr Lust habt, selber mal eine Geschichte einzureichen und euch schon super Ideen im Kopf rumspuken, dann könnt ihr euch hier mal über die aktuellen Ausschreibungen und bereits erschienene Bände schlau machen.

Viel Spaß beim Lesen und Schreiben! Ich kann nur noch mal sagen - Tolle Aktion! Klasse Geschichten! Und ich schaue bestimmt noch mal rein :)
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Anthologie "Heroisch" von wir-machen-druck.de
Lisa Sonnenschein
Die ewige Frage, mit der wir Germanistikstudenten (oder Geisteswissenschaftler generell) uns ständig rumprügeln müssen, ist die folgende "Und was macht man dann damit?"
Ich höre diese Frage jetzt seit fünf Jahren, mindestens einmal zu Weihnachten, wenn sich die Familie auf den neuesten Stand bringt, und bin froh, sie jetzt endlich beantworten zu können - jetzt muss ich nur noch erklären, wie ich darauf gekommen bin (was mir wesentlich lieber ist).
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Das Verlagswesen ist für uns ein ziemlich populärer Berufszweig, zusammen mit "irgendwas mit Marketing" und "Erwachsenenbildung/Sprachunterricht" war es immer meine Nummer-eins-Antwort auf die obige Frage. Tatsächlich Formen angenommen hat das aber erst, als ich a) den Entschluss gefasst habe, meinen eigenen kleinen Blog zu schreiben und b) immer wieder Korrekturen von Hausarbeiten oder Schreibprojekten von Freunden bei mir landeten. Den Anfang hat da mal wieder meine Nicky mit ihrer "Noel&Noelle"-Reihe gebildet (wer mehr zu genauen Abläufen einer solchen Korrektur lesen will, folge diesem Link).

Ich wurde aktiver in der "Buchszene" - auch andere Autoren kamen auf mich zu und ich konnte mal anderen in die Buchstaben gucken, als meiner Freundin Nicky (Dank an dieser Stelle an Michelle Parker und Sandra Öhl!). In einem meiner Uniseminare startete ich eine Projektarbeit mit einem Kommilitonen, der mit einer Gruppe von Studenten selbst einen kleinen Verlag gegründet hatte, den wunderbaren kladde|buchverlag. Schnell stellte sich raus: Die Jungs und Mädels suchten noch nach einer Korrektorin...

Der Gipfel war dann die Frankfurter Buchmesse im letzten Jahr - beim Schlendern zwischen den Ständen der Fachliteratur kam ich ins Gespräch mit einer Dame, die den Stand eines Fachverlages für philosophische und sprachwissenschaftliche Literatur betreute. Wir stellten fest, dass wir dasselbe studiert hatten und sie fragte mich ganz rundheraus, ob ich nicht Lust auf ein Praktikum bei ihnen hätte. Nachdem ich ihr von zu Hause aus meine Bewerbungsunterlagen zugeschickt hatte, meldete sich der Verlagsleiter bald bei mir und auf der Leipziger Buchmesse hatte ich ein abendlich-gemütliches Vorstellungsgespräch...
Jetzt habe ich eine Zusage für ein Volontariat im Bereich Lektorat in Hamburg und hoffe darauf, von dort aus meinen Weg weiter gehen zu können. 

Und angefangen hat alles mit einem "Lisa, du bist doch Germanistin - kannst du hier mal drüberlesen?"
Lisa Sonnenschein
Vielleicht habt ihr es ja schon mitbekommen - ich habe Überraschungspost vom Carlsen Verlag bekommen! Er war wunderschön verpackt und thematisch rund um den Wald herum dekoriert. Dazu kam dann noch der Aufruf zu einem - Achtung, englisch lesen^^ - Tag, zu dem ich schon ein Video aufgenommen hatte, erstmal ohne das Buch gelesen zu haben:


Tessas Vater ist der Kopfgeldjäger des Königs. Ein zugegeben nicht ganz ungefährlicher Job, das muss auch Tessa feststellen, als ihr Vater eines Tages von einem Auftrag nicht mehr heimkehrt... Um den Mörder zu finden und in ihr altes Leben als Fährtenleserin zurückkehren zu können, lässt sich Tessa auf einen Deal ein, der sie auf die Spuren ihrer Vergangenheit bringt.

Das Buch kommt im wunderschönen Kleidchen daher, da hat jemand wirklich alles gegeben - in die Optik KANN man sich ja nur verlieben. Aber ich will nicht weiter schwärmen und lieber zum Inhalt kommen.
Wir haben hier eine wirklich superklassische Jugendfantasy-Geschichte. Die Elemente sind: Abenteuerreise, Magie, (erste) Liebe und Suche nach der eigenen Persönlichkeit. Das Ganze wird dann nach dem literarischen Motiv der Heldenreise (ein typischer Handlungsverlauf, der sich in vielen Büchern und Filmen findet) verarbeitet und gipfelt in einer dramatischen Wendung, die auf den zweiten Teil der Trilogie neugierig machen soll.

Ihr ahnt es: Ich bin nicht übermäßig begeistert. Die Welt, in der wir uns bewegen, ist etwas Besonderes - zwei Länder, die im Streit stehen, ob Magie nun etwas Gutes oder Verbotenes sein soll und die Abenteuer im Wald bieten großartige Gelegenheiten für spannenden Buchstoff. Die raubeinigen Charaktere, denen wir in mittelalterlichem Umfeld begegnen, machen Lust auf mehr. Auch der Schreibstil macht Spaß, es gibt kleine Besonderheiten, wie zum Beispiel den Fluch "Pfeffer und Salz!", den Tessa immer wieder ausspricht.
Allerdings ist die Handlung doch ziemlich vorhersehbar, Andeutungen, die gemacht werden, lassen leicht die richtigen Schlüsse ziehen und die Verhältnisse zwischen den Charakteren basieren auf diesem typischen "Ich bin grundlos total sauer auf dich und bringe mich dadurch jetzt in kolossale Schwierigkeiten" - Verhalten. Handlungen sind stellenweise nicht nachvollziehbar und die große Katastrophe hat mich noch nicht mal ein kleines Bisschen überrascht (weil ich eben das Motiv der Heldenreise kenne und hier sofort erkannt habe). Ganz furchtbar anstrengend wurde dann für mich die Liebesgeschichte, die aus einem ständigen Hin und Her besteht - beide wollen sich, keiner macht den ersten Schritt und als es dann so weit ist, ist irgendwie doch wieder alles doof. Nerv! Aber hier muss man der Fairness halber auch sagen, dass ich mit Verliebtheit in Büchern ohnehin eher nicht so gut kann...

Alles in allem ist "Auf immer gejagt" ein netter Jugendfantasyroman in einer wirklich spannenden Welt. Die vorhersehbare Handlung und die stellenweise nervigen Charaktere haben ihn mir allerdings ein bisschen madig gemacht - ich hatte hier einfach mehr erwartet. 
Dieses Buch ist was nett Seichtes für den Strandurlaub, würde ich sagen.
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Erin Sumerill: Auf immer gejagt. Erschienen am 28. April 2017 im Carlsen Verlag. Kostenpunkt: 19,99€ als Hardcover.
Lisa Sonnenschein
Auch dieses Buch hat mich wieder über die "Aktion Bücherflüsterer" von buecher.de erreicht. Ich glaube, so allein in der Buchhandlung hätte ich nie dazu gegriffen...

Meine Videorezension dazu beginnt gleich am Anfang des Videos.



Kate und ihr Bruder waren eigentlich schon immer, spätestens aber seit dem Verschwinden ihrer Mutter, ein Herz und eine Seele. Umso irritierter ist Kate, als Gabe eines Tages einfach seine Sachen packt, sein Leben zurücklässt und mit drei mysteriösen Männern ein Boot betreten und davonfahren will. Kurzerhand beschließt sie, ihn heimlich als blinde Passagierin zu begleiten und stürzt sich so Hals über Kopf in ein fantastisches Abenteuer.

Okay - vorweg: Der Klappentext des Buches geht noch etwas über meine kleine Inhaltsangabe hinaus und man erreicht diese Stelle im Buch dann etwa auf Seite 150 (von 500). Vielleicht ist auch dieser Umstand dafür verantwortlich, dass ich den Verlauf der Geschichte unheimlich langatmig fand und das Buch immer wieder an die Seite legen musste. Vermutlich war das allerdings auch eine nötige Vorwegnahme, damit man überhaupt versteht, dass das Buch dem Fantasygenre zuzuordnen und kein Abenteuerroman ist. Wirklich in Fahrt kommt die Handlung auf jeden Fall erst auf den letzten Seiten würde ich sagen.

Kate ist eigentlich eine sympathische (wenn auch recht klischeehafte, weil typische verunsicherte, pubertierende 17-jährige) Protagonistin, die - warum auch immer - sehr an ihrem Bruder hängt. Sie handelt aus diesem Grund auch mal übereilt und unüberlegt. Das ist es aber nicht, was mich gestört hat. Vielmehr waren das Gabes völlig unlogische Entscheidungen, die auch trotz verzweifeltem Versuch ganz am Ende des Buches für mich nicht nachvollziehbar erklärt wurden. Der eigentliche Grund für das ganze Abenteuer hier wird also dadurch hinfällig, dass Gabe eigentlich keine wirkliche Erklärung für sein Aufbrechen hat und ohnehin immer wieder Entscheidungen der Art "Ich muss meiner Schwester jetzt Schwierigkeiten machen, damit es spannend bleibt" trifft...

Dazu kam dann noch, dass der fantastische Hintergrund des Buches (Einfluss schottischer Mythologie) zwar immer wieder angedeutet und auch andere Wesen als die Selkies angesprochen werden, jedoch dann nie auftauchen. Was ist mit den Elfen, Meerjungfrauen, Kobolden...? Es wäre wirklich klasse gewesen, da noch ein bisschen mehr Schottland-Sehnsucht zu schaffen - der Mythos um die Selkie, die sich durch ihr Fell in Seerobben verwandeln können, ist nämlich meiner Auffassung nach wirklich gut recherchiert.

Das Ende des Buches lässt vermuten, dass da noch ein Roman hinterher kommt, einige Fragen sind da durchaus noch offen - ich habe für mich allerdings schon entschieden, dass ich persönlich sie nicht im Rahmen des nächsten Bandes enträtseln will...
Das Buch ist ein netter Jugendroman mit einigen Mankos. Sprachlich ist "Selkie" aber in Ordnung und macht auch definitiv Lust auf den Urlaub am Meer. Leider fehlt für mich zu viel, um es wirklich empfehlen zu können, das Buch war wohl einfach nicht meins...
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Antonia Neumayer: Selkie. Erschienen am 10. April 2017 im Heyne Verlag. Kostenpunkt: 12,99€ broschiert.
Lisa Sonnenschein
Ich bin eigentlich nicht sooo der Freund der Buchserien - ich lese ziemlich schnell (wenn ich denn dazu komme) und da hat man so ein 60-Seiten-Heftchen eben fix weggefrühstückt. Hier also ein kleines Experiment und meine erste "richtig echte" Buchserie ;).
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Wir begleiten hier Riley, einen Schüler, der eines Tages die Haushälterin tot in der Badewanne vorfindet. Was er noch nicht weiß - in diesem Moment tritt er das Erbe der Hunters an und findet sich bald in einer mysteriösen und finsteren Schattenwelt wieder.

Ich kann mir vorstellen, dass es bei so wenigen Seiten extrem schwierig ist, die Balance zwischen "es passiert rein gar nichts" und "alles liest sich extrem übereilt" zu finden. Lillith Korn hat das allerdings prima hinbekommen und so habe ich mich nicht nur gut unterhalten gefühlt, sondern erhielt auch so viele Informationen über Rileys Hintergrund, dass es für mich interessant ist, weiter dranzubleiben. Hut ab für diesen Spagat ;)!

Der Schreibstil des Buches ist in diesem klassischen locker-leichten und zeitgenössischen Jugendbuch-Stil gehalten, aber Vorsicht! Dieser Band der Shadowcross-Serie sollte nicht auf die leichte Schulter genommen werden. Das Darkfantasybuch wird an so mancher Stelle schon wirklich fies gruselig (verschwundene Katzen tragen da ihren Teil bei...). Ich fand die Atmosphäre in dieser Schattenwelt, in die Riley stolpert, absolut famos und bin so richtig scharf drauf, wieder zurückzukehren, um regelmäßig beim Lesen über die Schulter zu schielen, ob nicht vielleicht doch...
Wie ich immer sage: Ich würde im Falle einer Zombie-Apokalypse vorsichtshalber einfach vor Panik tot umfallen. An Rileys Stelle hätte ich also keine Chance, das Dasein in irgendwelchen finsteren Zwischenwelten durchzustehen.

Das Schlechteste an dem Buch ist wohl der Umstand, dass es immer nur in 4-wöchigem Abstand erscheint und ich jetzt bis zur nächsten Erscheinung auf die Folter gespannt werde... Schlimmer als jede verschwundene Katze. Mehr davon!
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Lillith Korn: Shadowcross I, das Vermächtnis. Erscheint am 05. Juni via Amazon.
Lisa Sonnenschein
Vielleicht habt ihr schon mitbekommen, dass ich ab Oktober (endlich) mit dem Studium fertig sein werde und ein Volontariat bei einem Wissenschaftsverlag in Hamburg anfangen darf. Weil ich das unheimlich spannend finde und mir vorstellen kann, dass ihr Lust habt, daran teilzuhaben, habe ich mal ein neues Label dazu aufgemacht =). Wenn euch interessiert, was man so als Möchtegern-Lektorin treiben könnte, bleibt gerne mit mir dran.
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Weil die Stelle in Hamburg für mich sicher ist, habe ich mir gedacht, dass es bestimmt nicht schaden kann, ein Seminar zur Arbeit im Verlagswesen an der Uni zu besuchen. Glücklicherweise ist die Uni Freiburg da ganz gut ausgestattet, sodass ich trotz voller Wartelisten in dem einen Seminar, in dem anderen Seminar noch unterkommen konnte.

Das Seminar wird vom Verlagsleiter des Rombach-Verlags Freiburg gegeben, ein sehr sympathischer Mensch, der uns gestern in der ersten Sitzung nicht nur erzählt hat, was an Themen möglich wäre, sondern auch gefragt hat, was wir vorhaben und ob es vielleicht konkrete Pläne für uns gibt. Dabei hat sich rausgestellt, dass wir ein ziemlich bunter Haufen sind - drei von uns möchten gerne selbst wissenschaftliche Werke publizieren, zwei im Verlagswesen arbeiten und eine strebt sogar eine Promotion an und ist an beiden Seiten (Autor und Verleger) interessiert. Weil wir eine sehr kleine Gruppe sind, werden wir bestimmt super aufeinander eingehen können - ich hoffe, die Atmosphäre taut dann noch ein bisschen auf ;).


Ein paar der Themen, die wir im Seminar demnächst besprechen werden:
- Was sind Korrekturzeichen und wie benutzt man sie?
- Urheberrecht und Copyright, worauf man achten muss
- Welche Druckverfahren sind möglich?
- Was macht ein Lektor? Was ein Korrektor? Wer muss welche Fähigkeiten mitbringen?
- Welche Chancen und Risiken hat man als Freier Lektor?
- Was gibt es für Fachbegriffe (wohl eine ganze Menge^^)?

Außerdem wird es eine kleine Einführung in die professionelle Nutzung von Microsoft Office geben - ich bin mir ganz sicher, dass ich da noch eine ganze Menge lernen kann! (Kennt ihr diesen Effekt - man drückt einmal Enter und das komplette Dokument löst sich gefühlt in Luft auf? Passiert mir ständig -.-)

Auf jeden Fall hat mich die Seminarsitzung gestern wirklich positiv überrascht und ich freue mich schon sehr auf den Verlauf des Semesters und meine kleine Vorbereitung auf den Start ins Berufsleben. Hat jemand von euch vielleicht schon Erfahrungen in der Richtung gemacht? Kenne ich Verlagsmitarbeiter und weiß es nur noch nicht? :-P
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Achja, und falls irgendjemand noch Ideen für günstigen Wohnraum in Hamburg hat - ich bin dankbar für jeden Hinweis, der Wohnungsmarkt dort ist ja die Hölle -.-!
Lisa Sonnenschein
"Tachschön!"

Dieses Buch ist im DichtFest Verlag entstanden und wo ich erst nur den Autor von "Erellgorh" besuchen wollte, begegnete mir gleich noch Frank Friedrichs und gab mir sein Buch mit - und ein Funfact am Rande: Ich hab' am Anfang gaaar nicht verstanden, dass es "Vertikow" gar nicht gibt! Aber mal im Ernst, schaut euch mal die Homepage an, da wird gefühlt jedes Gebäude des Dorfes gezeigt und sogar einen Landkartenausschnitt gibt es.

Meine Videorezension zum Buch beginnt bei Minute 05:05.



Peer Wesendonk sitzt seit kurzem im Rollstuhl. Keine einfache Sache, wenn man mitten in Mecklenburg im dorfigsten Dorf aller Zeiten lebt und von Beruf Organist ist. Seiner Existenz und seiner Aufgabe beraubt, versinkt Peer in seinem umgekrempelten Alltag, der von Mitleid und Präsentkörben geprägt ist. Doch dann passiert etwas Ungewöhnliches in Vertikow und Peer beschließt, dem "Verkehrsunfall" seiner Nachbarin Frau Kuhn auf den Grund zu gehen...

Klingt jetzt nach der klassischen "Zivilperson pfuscht den Behörden in ihre Ermittlungen, weil sie sich wichtig fühlt und am Ende war's der Gärtner"? Ist es aber nicht ;).

Zwei Dinge weiß ich an Krimis (und ich bin echt keine wahnsinnig begeisterte Krimileserin) wirklich zu schätzen:
1. Wenn die Umgebung stimmt und man sich direkt ins Umfeld des "Ermittlers" wünscht. Auch wenn das Dorf Vertikow erstmal so gar nicht hinwünschenswert klingt, schafft es der Autor, die Dorfgemeinschaft als so verbunden darzustellen, dass man unbedingt auch mitreden will. Und das, obwohl in jeder Konversation klassisch Nordlicht-mäßig nur gefühlte drei Worte fallen.
2. Wenn der Ermittler Klasse hat. Peer ist nicht dieser überengagierte, grünschnablige Besserwisser - er hat einen Hang zur Grummeligkeit und sucht eben nach einer Aufgabe. Die Ermittlung ist für ihn nicht das Mittel, um im Rampenlicht zu stehen (auch wenn man das manchmal meinen könnte), sondern ein bisschen Selbstschutz. Ich konnte ihn so gut verstehen - in jeder Hinsicht.

Dazu kommt, dass der Rollstuhl wirklich mal eine ganz andere Komponente mit in diesen Krimi bringt. Wie viele Detektive kennt ihr, die sich von drei Treppenstufen vor dem Eingang einer Kneipe von der Spurensuche abhalten lassen müssen?
Obwohl die Handlung in sich abgeschlossen ist, der Fall also zu einem Ende kommt, entsteht hier eine Krimireihe. Ich bin wirklich gespannt, wie es der Autor plausibel erklären möchte, dass im beschaulichen Vertikow NOCH ein Kriminalfall zur Ermittlung frei ist. Hier im ersten Band nehme ich Peer seine Rolle auf jeden Fall absolut ab.
Achja, eins noch - erwartet nicht, dass es in diesem Krimi nicht rasant zur Sache geht, nur weil der Protagonist eingeschränkt beweglich ist! Langweilig war "Erntedank in Vertikow" weiß Gott nicht und im Showdown habe ich ziemlich geschwitzt.

Von mir bekommt das Buch eine Empfehlung - eingeflauscht auf dem Sofa mit Tee liest es sich meiner Meinung nach am besten. "Erntedank in Vertikow" zeichnet sich aus durch Sprachwitz, ein klein wenig Schrulligkeit, Spannung und eine kleine Lektion in Sachen Dorfleben für alle Eingeweihten und Zugezogenen ;). Ich freu' mich schon auf den nächsten Band mit Peer!
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Frank Friedrichs: Erntedank in Vertikow. Erschienen am 26. November 2016 im DichtFest Verlag. Kostenpunkt: 9,99€ als Taschenbuch.
Lisa Sonnenschein
Hallo und willkommen auf meinem Blog! =) Heute ist tatsächlich schon der letzte Tag der Blogtour - lassen wir ihn gemeinsam gebührend ausklingen!


Ich vertrete mit der Figur des Drachen die Tugend der Weisheit (höhö) und gebe heute mein Bestes, euch die mythologischen Kreaturen in "Kitty Kathstone" näherzubringen.

",Der große Rat ist der Zusammenschluss aller, nun, wie soll ich sagen...', sie ließ ihren Blick einen kurzen Moment durch den Raum schweifen, wie ein alternder Professor in einer Vorlesung, um nach dem richtigen Wort zu angeln, ,...die nicht 100 Prozent rein menschlicher Natur sind."

- Kitty Kathstone, Band 1, Seite 97 - 
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Tatsächlich wäre es einfach viel zu viel, euch hier alle Wesen aufzuzählen und näher zu beleuchten - darum habe ich mich auf fünf davon beschränkt und möchte euch am Schluss noch ein paar weitere nennen, damit ihr einen Eindruck davon bekommt, wie vielfältig sie vertreten sind.

Werkatzen
Bild von http://www.landofpyramids.org/bastet.htm
"Was, Werkatzen?", werdet ihr fragen - jedermann kennt Werwölfe, aber Werkatzen? Tatsächlich haben die Werkatzen, oder auch Ailuranthropen, eine lange mythologische Vergangenheit vorzuweisen. In Europa waren sie in Märchen und Sagen allerdings nicht besonders präsent, in Afrika, Asien (man denke an die ägyptische Gottheit der Liebe und Fruchtbarkeit Bastet) und besonders Südamerika bei Mayas und Inkas sieht das schon ganz anders aus. Werkatzen können sich durch einen Fluch, Verwandtschaft mit den entsprechenden Tierwesen, Überwerfen einer Tierhaut oder Zauber in Katzenwesen verwandeln - die Vielfalt ist groß, von der Hauskatze bis zum wilden Jaguar ist alles dabei.
Wenn ihr eine moderne Adaption der Figur treffen wollt, kann ich euch (neben Kitty Kathstone versteht sich!) den Film "Das Königreich der Katzen" wärmstens ans Herz legen :).

Formwandler
Bild von
http://powerlisting.wikia.com
Diese Wesen einzugrenzen ist schon wesentlich schwieriger. Genau genommen sind Werkatzen, wenn sie sich denn willentlich und zu jeder Zeit verwandeln können, nämlich auch Formwandler - ebenso wie Selkies oder auch fast alle Götter der griechischen Mythologie. Grundsätzlich gibt es aber auch noch eine andere Art des Formwandelns, manche mythische Wesen können ihren Aggretatszustand wechseln: verdampfen, sich verflüssigen oder auch gefrieren. Das macht sie allerdings hochgradig anfällig für starke Temperaturschwankungen. Auch von Formwandlern, die sich in Gegenstände verwandeln können, gibt es einige Geschichten. In Abgrenzung zum Gestaltwandler kann ein Formwandler seine Gestalt jederzeit ändern und nicht nur, weil z.B. grade Vollmond ist. Die japanische Kitsune (eine Füchsin) kann sich der Sage nach in eine menschliche Frau verwandeln, um ihrem geliebten Partner nah sein zu können.
Drachen
In unserer Kultur finden sich Drachen oft als fiese Feuerspucker und Feinde der Menschen, die bergeweise Gold horten und mutige Ritter von ihren Pferden pusten. Im asiatischen Raum ist der Drache allerdings ein Glücksbringer, nur etwa handflächengroß und Symbol für Fruchtbarkeit, in russischen Sagen erzählt man sogar, er habe keine Schuppen, sondern ein plüschiges Fell! Gerne wird er allerdings auch schlangenähnlich dargestellt (kennt ihr den Lindwurm?) und mit zwei statt vier Beinen, so in der Wappenkunde die Wyvern. Dass er ursprünglich vier Elementen zugeordnet wird (Wasser durch Schwimmen, Luft durch Fliegen, Erde durch Kriechen und Feuer durch das Feuerspeien), wird in Kitty Kathstone ein bisschen auf den Kopf gestellt - Glacies ist zum Beispiel ein Eisdrache.

Meerjungfrauen (oder so^^)
"a mermaid" vom wundervollen
John William Waterhouse
Die klassische Meerjungfrau kennt wohl jeder von uns - aber wusstet ihr, dass sie mythologisch betrachtet verdammte Wesen ohne Seele sind? Sie können nur durch die Liebe eines Menschen eine unsterbliche Seele erhalten... Neben den Meerjungfrauen gibt es auch die Wasserfrauen (mütterliche, hilfsbereite Wesen) und die Nixen, die durch Verführung z.B. mithilfe ihres Gesanges böswillig Männer in die Tiefe des Meeres ziehen und ertränken. Die drei Meeresbewohner sind schwer voneinander abzugrenzen, wenn man nach der Optik geht, dazu kommen dann noch Selkies (Menschen, die sich ein Robbenfell überwerfen und sich so in diese verwandeln können) und Anguanas, die wie Sirenen keine Fabelwesen sind, sondern weibliche Dämonen, wie zum Beispiel die Sukkubus. 
Im Buch sind die Meerjungfrauen schlicht wunderschöne Frauen mit langen Fischschwänzen und farbigen Haaren, die meist sehr auf ihr Äußeres achten. Sie haben es allerdings auch faustdick hinter den Ohren und sind nicht zu unterschätzen!

Walküren
Bild von http://www.akg-images.de
Walküren sind in der nordischen Mythologie anzutreffen - sie sind Schildmaiden, die als Gefolge des Göttervaters Odin die ehrenhaft gefallenen Krieger auswählen und vom Schlachtfeld nach Walhall geleiten. Sie zu treffen, war also das größte Glück für einen nordischen Krieger! Walküren sind aber nicht nur Todesengel, sondern haben durchaus auch menschliche Züge - so können sie sich dem Volksglauben nach auch in die gefallenen Krieger verlieben. So oder so sind Walküren machtvolle Geschöpfe, zum Kampf geboren und Boten der Ehre. In Kitty Kathstone finden sie sich als kraftvolle, toughe junge Frauen wieder, die mit ihrer Meinung nicht hinterm Berg halten, aber durchaus liebevoll im Umgang sind.
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Von diesen Wesen abgesehen werden euch in "Kitty Kathstone" auch Riesen, Furien, (japanische) Einhörner, Dschinn, Zwerge, Elfen, Gorgonen, Zentauren, Faune und so viele mehr begegnen...

Wenn ihr jetzt rausfinden wollt, was für ein mythologisches Wesen in EUCH steckt, dann versucht euch doch einfach mal an dem folgenden Test! Viel Spaß und lasst mich gerne euer Ergebnis wissen ;).


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Gewinnspiel für alle Mitleser

Natürlich gibt es bei der Blogtour auch etwas zu gewinnen. Der Hauptpreis ist tatsächlich ein Tolino Shine 2 HD! Weiter könnt ihr auf meinem Blog ein personalisiertes EBook für euch ganz speziell gewinnen. Um für beide Gewinne mitzumachen, lasst mir einfach einen Kommentar da (oder schickt eine Mail an sandra@21film.at) und beantwortet mir bis Mittwoch Nacht, 17.05.17 23:59 Uhr die folgende Frage:

Welches mythologische Wesen seid ihr bei dem Test oben geworden? Hättet ihr gerne ein anderes Ergebnis gehabt?


Die Teilnahmebedingungen sehen wie folgt aus:
- Seid entweder volljährig oder habt eine Einverständniserklärung eurer Eltern
- Ihr erklärt euch einverstanden, dass ich euch im Falle des Gewinnes öffentlich beim Namen nenne
- Der Gewinn wird nicht bar ausgezahlt
- Es besteht keine Haftung für den Postversand
- Versand der Gewinne nur in Deutschland, Österreich und der Schweiz
- Der Rechtsweg ist ausgeschlossen
- Nach fünf Tagen ohne Rückmeldung der Gewinner verfällt der Gewinn
- Die Gewinnerbekanntgabe erfolgt auf allen teilnehmenden Blogs und in der Facebookveranstaltung
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Und zu guter Letzt noch mal alle Stationen der Blogtour mit Verlinkungen =)!

Tag 1 - 08.05.17
Morgens: Buchvorstellungen beider Kitty Kathstone Bände bei Selection Books
Abends: Kittys Welt aus der Sicht von Noctus Lykan bei Mein Buch - Meine Welt

Tag 2 - 09.05.17
Morgens: Neue Figuren in Band 2 mit Der Bücherwahnsinn
Abends: Das Familiengeheimnis der Kathstone Frauen bei Bücherwanderin

Tag 3 - 10.05.17
Morgens: Die Rolle von Gleichgewicht und Veränderung bei Lesende Samtpfote
Abends: Kitty und Lysander mit Ruby's Cinnamon Dreams

Tag 4 - 11.05.17
Morgens: Larrys und Kittys Geschichte bei Mein Bücherkosmos
Abends: Ein Interview mit Sir Larry bei The Empire of Books

Tag 5 - 12.05.17
Morgens: Alles über Salukis mit Bellezza Ribelle
Abends: Katz und Hund bei Kathleen's Bücherwelt

Tag 6 - 13.05.17
Morgens: Was ist eigentlich der Weltenbaum? mit Books Histories and Secrets
Abends: Alles über die Nornen bei Lullabys Bücherkiste

Tag 7 - 14.05.17
Morgens: Hier seid ihr grade :)
Abends: Lesenacht im Zeichen von Kitty Kathstone mit vielen Autoren. Zum Facebook-Event geht es hier
Lisa Sonnenschein
Er ist da!! Der zweite Band von Kitty Kathstone ist endlich da - ich hab' mich gefreut wie ein Schnitzel (oder eine Banshee?) und natürlich gibt es jetzt auch endlich die Rezension dazu für euch. Viel Spaß! ;)

Meine Videorezension zu diesem Buch beginnt bei Minute 9:05


Wir kehren zurück aus dem Pergamonmuseum, doch Kittys Welt will einfach nicht so recht aufhören, sich zu überschlagen und sie mit immer neuen Geheimnissen zu konfrontieren. In diesem zweiten Band erfahren wir mehr über ihr großes Familiengeheimnis, über eine Besonderheit, die sie ganz speziell in sich trägt und - Halleluja! - auch über unseren überaus charmanten, britischen Erzähler, Sir Larry den Saluki.

Viele, viele Fragen werden so beantwortet, aber die Welt, die Sandra Öhl sich aufgebaut hat, ist dermaßen bunt und schillernd, dass ich wohl noch zwanzig Teile von Kitty Kathstone lesen müsste, um wirklich alles zu erfahren. Ein Beispiel? Hier wie in Band 1 hat man nicht nur das Buch vor der Nase - auch Literaturtipps, Musikempfehlungen von der Protagonistin persönlich, Buchtrailer, ein eigenes Grafikdesign... Der große Reiz an diesem Buch ist es, dass man es mit in seinen Alltag nehmen kann und das macht einfach unheimlich viel Spaß, weil Kitty auf einmal überall ist :).


Wer sich da mal umschauen mag und den Musik- und Filmgeschmack von Kitty testen möchte, der folge diesem Link.

Der Sprachstil ist gewohnt jugendlich und leichtgängig und voller Sprachwitz - spricht Kitty, möchte man ihr am liebsten so manches Mal die Hand vor den Mund schlagen, Sir Larry dagegen führt sehr gentleman-like durch die Geschichte und hat eine sehr nüchterne Sicht auf die Dinge. In den Kapiteln, in denen seine eigene Geschichte erzählt wird (wir erfahren endlich, wie er zum Hand -ehm- Saluki wurde!), wird es allerdings auch ziemlich emotional und ich habe tatsächlich an dieser einen speziellen Stelle einige Tränchen verdrücken müssen...!

Der Handlungsverlauf ist ebenso rasant, wie im ersten Teil. Wir fangen mit dem Lüften diverser Geheimnisse an, fahren fort mit fast schon kriminalistischen Ermittlungen und enden mit einem actiongeladenen furiosen Finale! Dabei wird keine noch so weite Reise gescheut und man hat auch als Leser das Gefühl, die Welt ein bisschen mehr kennenzulernen.
Ich habe es schon in meiner Rezension zu Band 1 kurz angeschnitten - Kitty hat ein "Problem", man kann sie zweimal lesen. Auf der einen Seite ist es ein sehr flippig-jugendlich geschriebenes Buch mit einer jungen Protagonistin. Auf der anderen Seite werden viele englische Begriffe verwendet und Filme angesprochen, die ich klasse fand, als ich so 14 war (Mensch, bin ich alt...). Ich finde, das muss man wissen, um sich richtig darauf einlassen zu können.
Dann ist Kitty Kathstone aber ein herrlich turbulent-witziger Roman voller Witz und Charme und einer bunten Welt, aus der ich persönlich nicht mehr so richtig auftauchen kann.
Der zweite Band hält dabei absolut das Niveau seines Vorgängers und lässt viele Fragen offen, ohne frustrierend zu sein (etwa weil man nichts Neues erfahren hätte). Das hat mich hier einfach wieder aufs Neue begeistert und ich kann mich nur immer wieder wiederholen, wenn ich sage, dieses Buch ist großartig und ich hoffe, wir werden noch mächtig gewaltig viel von Kitty und ihren Freunden hören :).
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Sandra Öhl: Kitty Kathstone. Erschienen am 01.April 2017 via Amazon. Kostenpunkt: 4,99€ als EBook.
Lisa Sonnenschein
Mit dem Namen Cecelia Ahern habe ich bisher immer hochromantische (dezent kitschige) Bücher verbunden - Paradebeispiel: P.S. Ich liebe dich.
Mit diesem Buch scheint die Gute in einen Markt einsteigen zu wollen, der gerade boomt. Weil meine Freundin Nicky mir das Buch geschenkt hat und selbst völlig begeistert war, habe ich mich mal durchgelesen :).
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Celestine führt ein Leben, das (für die Gesellschaft in der sie lebt) einfach nur perfekt ist. Sie hat eine fürsorgliche Familie, einen tollen Freund und eine sonnige Zukunft vor sich. Als jedoch in ihrer Nachbarschaft eine "Fehlerhafte" festgenommen wird, bekommt sie einen Einblick in die Welt, die bisher parallel zu ihrer existiert hat. Wer sind eigentlich diese Fehlerhaften? Wofür werden sie gebrandmarkt? Und wie gerechtfertigt ist das eigentlich?

Zuallererst: Das Setting dieses Romans ist wirklich absolut großartig! Wir bewegen uns in einer dystopischen Welt, tonangebend ist das Gericht bzw. seine ausführenden Organe. Die Menschen scheinen die offensichtliche Ungerechtigkeit auszublenden, die um sie herum geschieht - auf eine gruselige Art und Weise könnte ich mir ein Zukunftsszenario so wirklich vorstellen (ziemlich pessimistisch, ich weiß...).
Auch sprachlich habe ich nichts an dem Buch auszusetzen - die gute Frau Ahern kann zweifelsfrei schreiben und erzählen, das muss sie mit diesem Genreschwenk nun wirklich nicht mehr beweisen! Aus dem Grund ist die Handlung auch konstant spannend, ich konnte das Buch nicht mehr aus der Hand legen, bis ich nach jedem Twist wusste, wie das wieder ausgebügelt wird (leider folgte dann auch schon wieder der nächste^^).

Was mich wirklich kolossal genervt hat, war die Protagonistin! Celestine hat (das wird besonders zu Beginn des Buches mehrfach erwähnt) einen ausgeprägten Gerechtigkeits- und Wahrheitssinn, Lügen fällt ihr unheimlich schwer. Trotzdem kommt sie erst mit 17 auf die Idee, dass das System, in dem sie lebt, ungerecht ist und Menschen unterdrückt? Auch schwenkt sie häufig hin und her zwischen "Ich habe meine Prinzipien und stehe dazu!" und "Ich erkenne Autoritäten an, weil ist eben so". Im späteren Verlauf des Buches kommen dann auch noch ein paar Beziehungskisten dazu, die ich nicht ganz nachvollziehen kann.

Ich will das Buch aber ganz und gar nicht verreißen, denn das hat es nicht verdient! Die Welt, die hier skizziert wurde, hat mich wirklich total in ihren Bann gezogen, Fans der Hunger Games werden hier absolut auf ihre Kosten kommen. Ich bitte dann einfach für den zweiten Band
a) um eine andere Protagonistin (oder einen Reifeschub von Celestine) und
b) um einen weniger fiesen Cliffhanger! (Leider funktionieren die immer so gut bei mir und der Drang, direkt weiterzulesen ist riesig)

Alles in allem: Spannendes Buch für zwischendrin, das mit komplexer Story überzeugt und absolut süchtig macht.
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Cecelia Ahern: Flawed - Wie perfekt willst du sein?. Erschienen am 29- September 2016 im Fischer Verlag. Kostenpunkt: 18,99€ als Hardcover.