Lisa Sonnenschein
Jippiee, es gibt mal wieder eine Videorezension! :)
Sie startet diesmal bei Minute 9:55.

Ich stelle euch das neue alte Buch von Antonia Wesseling vor (Wer zum Henker ist das, fragt ihr? Hier geht's zu meiner Rezension ihres Thrillers, den ich als erstes Werk von ihr gelesen habe). Diesmal gibt es einen Jugend-Fantasy-Roman, der für Katzenliebhaber wie gemacht ist!



Wir begleiten in dieser Geschichte Liz, die mit ihrer Mama zusammen relativ abgeschieden aufwächst, ohne zu wissen, wer ihr Vater ist. "Die Nachtsänger" ist ein bisschen der Bericht über ihre Suche nach ihrer eigenen Biografie und erzählt von Familie und Freundschaft - um die Magie kommt man allerdings auch nicht drumherum.

Wie auch schon in ihrem "stillen Thriller" hat mich die Autorin mit ihrem Schreibstil begeistert. Sie hat (obwohl sie noch sooo jung ist!) eine fantastische Art sich auszudrücken und den Leser auf die bevorstehende Reise mitzunehmen. Die Sprache ist dabei sehr bildlich, ohne kitschig oder künstlich zu wirken und es finden sich so einige Anspielungen auf andere Bücher darin.
Liz ist außerdem eine sehr reife junge Dame, die man wirklich gerne auf ihrer Odyssee begleitet und die weder handelt, wie ein hilfloser Welpe, noch unangemessen viel Selbstbewusstsein besitzt. Eine Protagonistin vom Typ "Kann-ich-mir-als-kleine-Cousine-vorstellen" :P.

Der Storyverlauf im Buch ist konstant spannend, es ist immer was los - trotzdem merkt man an diesem Punkt ein bisschen, dass die Autorin noch sehr jung war, als sie das Buch geschrieben hat (- es wurde jetzt "nachträglich" erst publiziert, nachdem eigentlich schon ein Buch aus ihrer Feder erschienen war. "Die Nachtsänger" ist allerdings schon ein bisschen älter als "Die Schablone"). Liz findet sehr schnell neue Freunde, das "Und was machen wir jetzt?" wird durch doch seehr zufällige Zufälle stets abgefangen und das grande Finale ist dann sehr fix zu einem etwas kitschig-naiven Ende geführt. Das hat zwar meinen Lesefluss nicht gehemmt, weil die Sprache im Buch einen einfach weiter mitzieht, allerdings hätte ich mir da doch ein bisschen mehr bitterbösen Realismus gewünscht.

Nichtsdestotrotz ein sehr unterhaltsames Buch, das ich gerne gelesen habe. Ich bin längst ein Fan von Antonia Wesseling und freue mich schon auf ihre nächsten Neuerscheinungen, da kommt noch so einiges auf uns zu und ich bin stolz, mit "Die Nachtsänger" einen kleinen Einblick in die Anfänge bekommen zu haben. :)
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Antonia C. Wesseling: Die Nachtsänger. Erschienen am 5. August 2016 bei CreateSpace. Kostenpunkt: 9,99€ als Taschenbuch.
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3 Responses
  1. Das Cover sieht ja schon sehr düster aus. Was wohl die Geschichte nicht zu sein scheint :D. Tolle Rezension. lg Nadine von NannisWelt


  2. Huhu Lisa,

    ui, das klingt ja gut, das Buch liegt nämlich auch als eines der nächsten auf meinem Stapel und jetzt freue ich mich drauf, es zu lesen. Ich bin auf jeden Fall mächtig gespannt, wie Antonia das umgesetzt hat und ich kann echt nur sagen: Respekt einer so jungen Autorin! :)

    Liebe Grüße und dir einen schönen Sonntag,

    Silke


  3. Die Ideen mit den Videorezensionen finde ich total klasse! Und du machst das echt super! Übrigens: Ich habe mir erlaubt, dich auf meinem Blog in den Seiten-feeds unter "Meine Bloggerfreunde" zu verlinken. Leser meines Blogs kommen also von meinem auch direkt auf deinen wenn sie denn möchten. lg Nadine von Nannis Welt