Lisa Sonnenschein
Was wir hier haben, ist nun eigentlich ein Kinderbuch. Aaaaber es kommen Einhörner drin vor - also kann es jeder lesen! ;)
Und jetzt mal im Ernst: Der ein oder andere kennt die Autorin vielleicht wegen ihrer populären Jugendbuchreihen. Daher kannte auch ich sie und habe mich mal an diesem Buch versucht, für das ich vielleicht nicht unbedingt das richtige Klientel verkörpere. 

Meine Videorezension beginnt gleich am Anfang:


Wir begleiten in diesem Buch Pip, eine wirklich sympathische junge Dame, die ihr Herz auf der Zunge trägt. Leider ist sie wegen des "Einhornvorfalls" an ihrer Schule ein bisschen in Verruf geraten, sodass sie über die Sommerferien zu ihrer Tante aufs Land verbannt wird - das ist aber eigentlich gar nicht schlimm, denn Tante Emma hat eine Klinik für magische Tiere. Und Pip kann mit genau diesen sprechen...

Pip ist neun Jahre alt und meiner Auffassung nach ist dieses Buch auch genau für diese Altersklasse konzipiert. Auf jeden Fall ist es mit großer Schrift, kinderfreundlichem Inhalt und witzigen Sprüchen zwischendurch absolut so gestaltet. Zwischendrin finden sich außerdem Zeichnungen mit kleinen Lexikoneinträgen über magische Tiere, die Pip nach und nach mit eigenen "Forschungsdaten" ergänzt. Die Geschichte ist absolut spannend - ich habe hier nicht das typische Dilemma ala "Achja, und am Ende wird sich das so und so aufklären und dann haben wir noch eine Moral von der Geschicht' " gefunden. Vielmehr steht im Fokus eine Handlung, die einem vermittelt, wie blöd Erwachsene manchmal sind und wie wichtig ein guter Freund sein kann (da kann ich nur absolut zustimmen!). Was vielleicht auch noch wichtig zu sagen ist: Die Geschichte ist natürlich erstmal ein Einzelband, die Handlung wird einem Ende zugeführt und man erwartet auch erstmal nichts weiter. Der Untertitel lässt allerdings darauf schließen, dass uns Pip nicht das letzte Mal begegnet ist und ich kann mir gut vorstellen, dass sie noch mehr "Fälle" lösen wird.

Der Verlauf der Handlung ist allerdings mal was Neues, wir lernen Hoppgrackel und Fussels, Einhörner und Zwerggreife kennen, die sich die Menschen ganz normal als Haustiere halten. Das Ganze ist sehr fantasie- und liebevoll gemacht und mein Freund hat glaube ich ein bisschen unter meiner ständigen Zitate-Vorleserei gelitten (ich fand's einfach so NIEDLICH, da kann ich doch nichts für! :P).

Das Buch hat mir auf jeden Fall mehrere Tage gute Laune verschafft, ich habe nichts daran auszusetzen und ich kann es auch guten Gewissens an Junggebliebene weiterempfehlen, die Lust auf eine eher kindliche Geschichte haben. Klasse! Mehr davon!
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Maggie Stiefvater und Jackson Pearce: Pip Barlett und die magischen Tiere - Die brandgefährlichen Fussels. Erschienen am 28. März 2016 im Heyne Verlag. Kostenpunkt: 12,99€ als Hardcover.